Wichtiger Sieg in Luzern nach Overtime

Nach dem Startsieg gegen die Luzern Lions spielten die Grizzlies inzwischen dreimal direkt nacheinander auswärts, wovon 2 Spiele siegreich beendet werden konnten. Das Rückspiel in Luzern ging gar in die Verlängerung, dort liessen die Grizzlies aber nichts anbrennen und brachten einen letztlich verdienten 23-29 Sieg zurück nach Bern.

Somit stehen die Grizzlies momentan mit 3 Siegen und 1 Niederlage zusammen mit den Geneva Seahawks auf Rang 2 der NLA-Tabelle.

Bei winterlich nasskalten Verhältnissen gelang den Grizzlies in Luzern – welche im Leichtathletikstadion über eine wirklich NLA-würdige Infrastruktur verfügen – in der ersten Halbzeit zwei Touchdowns. Sowohl #17 Timo Quenet als auch #5 Teejay Gordon erzielten via Run je einen Touchdown für die Grizzlies. Leider liess sich die ansonsten wirklich stabile Grizzlies-Defense (notabene auch dieses Jahr 100% SWISSPOWER ohne Import-Verstärkungen) einmal etwas überrumpeln und musste den Zentralschweizern einen Touchdown zugestehen. Dazu kam noch ein ärgerlicher Safety in der eigenen Endzone, der Grizzlies-RB im Ballbesitz schaffte es nicht schnell genug nach vorne, und so hiess es 9-14 für die Berner zur Halbzeit.

Nach der Pause konnte nochmals #17 Tino Quenet einen weiteren Lauf-Touchdown verbuchen, dies zur zwischenzeitlichen 9-21 Führung für die Grizzlies. Danach liessen sich die Berner aber ein wenig vom immer schlechter werdenden Wetter (es regnete zeitweise wie aus Kübeln) anstecken, haderten zu Unrecht mit einigen knappen (aber korrekten!) Schiedsrichterentscheidungen und plötzlich stand es nach einem Safety (der Kicker stand im Ballbesitz auf der Endlinie und somit im Aus), aber eben auch zwei Touchdowns der Gastgeber kurz vor Schluss des Spiels 23-23 unentschieden. Mit einem verwandelten Zusatzpunkt hätten die Lions den Sack praktisch zumachen können. Aber ein Ballbesitzwechsel während des Trys zugunsten der Grizzlies ermöglichte den Bernern sogar noch fast mit einem Gegentouchdown (für 2 Punkte) die Spielentscheidung während der regulären Spielzeit. Aber weit in der Hälfte der Lions konnten diese noch das Schlimmste verhindern und den Grizzlies-Ballträger zu Boden bringen.

Also wurde kurz darauf ein zweiter Münzwurf durchgeführt, welcher dafür sorgte, dass die Lions die Overtime in der Offense eröffnen mussten, was in der NCAA-Verlängerung (ganz anders als etwa in der NFL) nicht gerade ein Vorteil ist. Die Lions schafften keinen Score, auch weil diese ihrem Kicker im 4. Versuch und vielen Yards zu gehen kein Vertrauen schenkten und folgedessen ohne Punkte in ihrer Serie den Grizzlies den Ball überlassen mussten. Diese liessen sich nicht zweimal bitten und Rookie #86 Crispin Müller sorgte wiederum mittels Lauf für den spielentscheidenden Touchdown.

Positiv zu vermerken gilt es, dass die Grizzlies, obwohl sie das Spiel ohne echte Not aus der Hand gleiten liessen, die Nerven behielten und deswegen den Sieg letztlich doch erkämpfen konnten.

Nächsten Sonntag am 5. Mai steht zuhause im Bern mit den Calanda Broncos als amtierender Schweizer Meister allerdings ein ganz anderes Kaliber auf dem Platz gegenüber.

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